Die Frage, ob FTX in die Entkopplung und den Absturz von Luna/UST im Mai 2022 verwickelt war, ist komplex, ohne definitive Beweise, aber mit viel Spekulation und einigen Indizien, die umhergeistern.
Hier ist, was wir wissen: Das Terra-Ökosystem, mit seinem algorithmischen Stablecoin UST und dem nativen Token Luna, brach spektakulär zusammen, als UST seine $1-Peg verlor, was eine Todesspirale auslöste, die etwa 40 Milliarden Dollar an Marktwert auslöschte. Dies begann um den 7. Mai 2022, als massive Verkaufsaktionen von UST – über 2 Milliarden Dollar, die aus dem Anchor Protocol abgezogen wurden – eine Panik auslösten. Der Preis von Luna fiel von $80 auf Bruchteile eines Cents, als der Mint-and-Burn-Mechanismus des Systems unter Druck versagte.
Wo passt FTX nun hinein? Nach dem eigenen Zusammenbruch von FTX im November 2022 begannen US-Ermittler Berichten zufolge zu prüfen, ob Sam Bankman-Fried (SBF), der Gründer von FTX, und sein Hedgefonds Alameda Research möglicherweise eine Rolle im Untergang von Terra spielten. Die Theorie ist, dass sie die Märkte manipuliert haben könnten, um von dem Absturz zu profitieren, möglicherweise durch das Leerverkaufen von Luna oder durch das Orchestrieren von Trades, die UST destabilisierten. Einige On-Chain-Gerüchte – wie die Behauptungen von Krypto-Analysten auf X – deuten darauf hin, dass FTX und Alameda große Mengen UST aus Liquiditätspools (z. B. jeweils 200 Millionen Dollar bei Celsius) in einem verletzlichen Moment abgezogen haben, was möglicherweise die Entkopplung beschleunigte. Do Kwon, der Gründer von Terra, zeigte sogar mit dem Finger und behauptete, Alameda habe im Februar 2021 500 Millionen UST verkauft, um Curve-Pools zu leeren und später Bitcoin leerverkauft, um die Reserven des Luna Foundation Guard während des Absturzes im Mai zu schwächen.
Aber hier ist der Haken: Es gibt keine schlüssigen Beweise. Die Ermittlungen befanden sich Ende 2022 in einer frühen Phase, und es gibt keine schlüssigen Ergebnisse, die FTX als Drahtzieher identifizieren. Blockchain-Analysen wie Nansens Bericht vom Mai 2022 argumentieren, dass die Entkopplung kein Einzelangriff war, sondern eine Kaskade von Ereignissen – große Swaps on-chain (z. B. 85 Millionen UST für USDC am 7. Mai) und schlechte Liquidität auf zentralisierten Börsen wie Binance und FTX.
