Australiens Innenminister Tony Burke hat umfassende neue Befugnisse angekündigt, die es der Regierung ermöglichen, Krypto-ATMs einzuschränken oder sogar zu verbieten, und bezeichnete sie als „Hochrisikoprodukt“, das mit Geldwäsche, Betrug und Kinderausbeutung in Verbindung steht.
Explosives Wachstum löst Alarm aus
Während einer Rede im National Press Club in Canberra hob Burke das rapide Wachstum von Krypto-ATMs in Australien hervor:
Vor sechs Jahren gab es nur 23,
Vor drei Jahren 200,
Und jetzt mehr als 2.000.
„Es wächst weiter – und wächst schnell“, warnte Burke und merkte an, dass der Kauf von Krypto mit Bargeld es viel schwieriger macht, finanzielle Aktivitäten zu verfolgen.
Die Finanzaufsichtsbehörde Australiens, AUSTRAC, hat diese Maschinen mit organisierter Geldwäsche, Drogenhandel, Online-Betrug und sogar Kindersexnetzwerken in Verbindung gebracht.
Eine interne Überprüfung ergab, dass 85 % aller Bargeldbewegungen durch Krypto-Geldautomaten mit Betrug oder Geldwäscheoperationen verbunden waren, die dazu verwendet wurden, die Herkunft illegaler Gelder zu verschleiern.
Neue Gesetzgebung zur Erweiterung der Befugnisse von AUSTRAC
Burke kündigte an, dass die Regierung ein neues Gesetz entwirft, das AUSTRAC die Befugnis erteilt, "Hochrisikoprodukte", einschließlich Krypto-Geldautomaten, zu begrenzen oder zu verbieten.
Es wird erwartet, dass der Gesetzentwurf in den kommenden Monaten dem Parlament vorgestellt wird.
Als gefragt wurde, ob AUSTRAC plant, ein vollständiges Verbot zu verhängen, weigerte sich Burke, Stellung zu nehmen, und sagte, solche Aussagen könnten rechtliche Herausforderungen auslösen.
"AUSTRAC wird in der Lage sein, unter dem neuen Rechtsrahmen zu handeln, den ich bald präsentieren werde", fügte er hinzu.
Regulatorische Maßnahmen bereits im Gange
AUSTRAC hat seit März 2024 seine Aufsicht verschärft, nachdem eine spezielle Task Force "besorgniserregende Trends" bei Krypto-Geldautomaten-Transaktionen entdeckt hat.
Bis Juni hatte die Behörde die Registrierung von Harro’s Empires, einem großen Geldautomatenbetreiber, widerrufen und ein Transaktionslimit von 5.000 AUD verhängt.
Es wurden auch strengere Anforderungen an die Kundenidentifikation (KYC) und die Sorgfaltspflicht in der gesamten Branche eingeführt.
Experten fordern "intelligentere Regulierung"
Laut James Volpe, Gründer der in Melbourne ansässigen Web3-Bildungsfirma uCubed, verdienen Krypto-Geldautomaten eine genauere Prüfung – aber sie sind nicht die größte Quelle finanzieller Kriminalität.
"Die meisten Krypto-Geldautomaten erfordern bereits eine Identitätsüberprüfung (KYC)", erklärte Volpe. "Die Risiken sind im Vergleich zu traditionellen Kanälen wie Banken, Casinos oder Überweisungsdiensten relativ gering."
Er schlug einen kooperativeren Ansatz zwischen AUSTRAC, Strafverfolgungsbehörden und Betreibern vor.
"Automatisierte Überwachungssysteme könnten nur hochriskante oder verdächtige Aktivitäten zur Überprüfung kennzeichnen, was gezielte Durchsetzung ermöglicht und gleichzeitig die Privatsphäre der Benutzer wahrt", fügte Volpe hinzu.
Australien balanciert Kontrolle und Innovation
Die Entscheidung entfacht die Debatte darüber, wo die Grenze zwischen Sicherheit und Innovation gezogen werden sollte.
Während die Regierung darauf abzielt, krypto-bezogene Kriminalität einzudämmen, warnen viele, dass eine Überregulierung die Blockchain-Innovation in Australien ersticken könnte.
Beamte bestehen jedoch darauf, dass das Ziel nicht darin besteht, die Branche zu unterdrücken, sondern sicherzustellen, dass sie sich sicher und transparent entwickelt – ohne ein Werkzeug für Kriminelle zu werden.
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