Wall Street sah Ripple als 90 % $XRP

— Angeboten 500 Mio., aber mit Sicherheitsnetz: Bloomberg
Mehrere Anleger kamen zu dem Schluss, dass mindestens 90 % des Nettovermögens von Ripple mit XRP verknüpft waren, dem eng verwandten Token, der rechtlich vom Unternehmen getrennt ist.
Was man wissen sollte:
Ripple's jünglicher Verkauf von 500 Millionen US-Dollar an Anteilen zog große Finanzinstitute an, doch mit strukturierten, kreditähnlichen Schutzmechanismen, wie Bloomberg berichtet. Anleger sicherten sich Ansprüche auf eine garantierte Rendite und Vorrang bei der Ausschüttung im Fall einer Liquidation aufgrund von Ripple's starkem Engagement mit XRP. US-Spot-$XRP -ETFs nähern sich bereits 1 Milliarde US-Dollar an Zuflüssen an, unterstützt durch eine günstige Gerichtsentscheidung, die die Rechtsstellung von XRP klärte. Doch unter der Oberfläche, schreibt Bloomberg-Reporter Ryan Weeks, behandelten mehrere Fonds es als eine konzentrierte Wette auf ein einziges volatiles Asset. Mehrere Anleger kamen zu dem Schluss, dass mindestens 90 % des Nettovermögens von Ripple mit XRP verknüpft waren, dem eng verwandten Token, der rechtlich vom Unternehmen getrennt ist. Ripple kontrollierte im Juli Werte in Höhe von 124 Milliarden US-Dollar an XRP zu Marktpreisen in seiner Treuhand. Institutionen scheinen mit dieser Exposition zufrieden, doch nur unter der Voraussetzung, dass Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Diese beträchtliche, riskante Exposition führte dazu, dass Fonds außergewöhnlich starke Schutzklauseln aushandelten: 1. Das Recht, ihre Anteile nach drei oder vier Jahren an Ripple zu einem garantierten jährlichen Ertrag von 10 % zurückzugeben, 2. Eine jährliche Rendite von 25 %, falls Ripple eine Rücknahme erzwingt, und 3. Ein Vorrang bei der Liquidation, der ihnen gegenüber den bestehenden Aktionären Vorrang bei einem Verkauf oder Insolvenz gewährt. Diese Bedingungen bilden eine synthetische Mindestgarantie für das Kapital der Anleger und stellen eine Struktur dar, die in späten Phasen der Technologiefinanzierung selten ist, aber zunehmend verbreitet wird, da traditionelle Finanzinstitute ihre Risikomanagement-Strategien an die Volatilität der Kryptowelt anpassen. XRP ist seither um etwa 40 % von seinem Hoch im Mitteljuli zurückgegangen, während der allgemeine Abwärtstrend auf dem breiteren Kryptomarkt im Oktober und November anhielt. Gleichzeitig sind US-Spot-$XRP -ETFs auf Kurs, bald 1 Milliarde US-Dollar an Zuflüssen zu überschreiten, nach einer 15-tägigen Serie von Nettoinvestitionen. Die ETFs haben wahrscheinlich von der Klärung des Rechtsstreits zwischen Ripple und der SEC profitiert, die die regulatorische Stellung von XRP aufgeklärt hat.