Die Rendite der 30-jährigen Anleihe Japans erreichte ein Rekordhoch, da Investoren weitere Zinserhöhungen der BOJ einkalkulierten.
Die kurz- und langfristigen japanischen Anleiherenditen stiegen Anfang 2026 auf mehrjährige Höchststände.
Die japanische Regierung reduzierte die Emission von Superlangfristanleihen, um den Angebotsdruck zu verringern, da die Renditen anstiegen.
Der japanische Anleihemarkt trat 2026 unter starkem Druck ein, da die langfristigen Renditen auf seit Jahrzehnten unerreichte Niveaus stiegen, was Fragen auf den globalen Märkten, einschließlich Krypto, aufwarf. Die Rendite der 30-jährigen japanischen Staatsanleihe erreichte 3,455 %, ein Rekordhoch.
Der Schritt markiert eine entscheidende Wende aus Japans langen Ära der ultraniedrigen Renditen. Er zeigt auch, wie die Verschärfung der Finanzbedingungen in den führenden Volkswirtschaften weiterhin die globalen Risikodynamiken umgestaltet.
Anleiherenditen steigen auf mehrjährige Höchststände
Die Rendite der japanischen 10-Jahres-Staatsanleihe stieg am Montag um 5,5 Basispunkte auf 2,125 %. Das war ihr höchster Stand seit Februar 1999. Auch die Rendite der zwei-Jahres-Anleihe stieg und erhöhte sich um 2,5 Basispunkte auf 1,195 %, was ihr höchster Wert seit August 1996 ist.
Marktteilnehmer legten die Bewegung auf wachsende Bedenken über das Endziel der Zinsen der Bank of Japan zurück. Naoya Hasegawa, Senior-Anleihestratege bei Okasan Securities, sagte, Anleger sehen nun Risiken über dem derzeitigen Marktkonsens. Dieser Konsens schätzt das Endziel nahe bei 1,5 % ein.
Hasegawa stellte fest, dass der Yen gegenüber dem US-Dollar weiterhin schwach geblieben ist. Er sagte, dass Währungsdruck weiterhin die Inflationserwartungen prägt. Höhere Importkosten verstärken diese Sorge und erhöhen die Erwartungen an weitere politische Verschärfungen.
Die Bank of Japan hat ihre Leitzinsen letzte Monat von 0,5 % auf 0,75 % erhöht. Allerdings hat Gouverneur Kazuo Ueda nicht angekündigt, wann die nächste Änderung erfolgen könnte. Märkte erwarten weiterhin schrittweise Maßnahmen statt einer schnellen Verschärfung.
Regierung greift ein, während Markt Schwierigkeiten hat
Langfristige Anleihen spiegeln ebenfalls zunehmenden Druck wider. Die Rendite der fünf-Jahres-Anleihe stieg um 5,5 Basispunkte auf 1,6 %, ihr höchster Stand seit Juni 2007. Gleichzeitig stieg die Rendite der 20-Jahres-Anleihe um 5 Basispunkte auf 3,305 %.
Der größte Fokus lag weiterhin am äußersten Ende der Zinskurve. Die Rendite der 30-Jahres-Anleihe stieg um weitere 5 Basispunkte und erreichte ein Rekordhoch. Händler sagten, dass die Angebotsdynamik zur Volatilität beigetragen hat.
Eiichiro Miura, Senior-General-Manager für Investitionen bei Nissay Asset Management, sagte, dass Anleger Schwierigkeiten hatten, Anleihen korrekt zu bewerten. Er sagte, die schnellen Zinserhöhungen machten das Kauf von Abschlägen schwierig. Als Folge blieb das Marktzutrauen brüchig.
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Als Reaktion kündigte die japanische Regierung Änderungen an ihren Anleiheemissionsplänen an. Behörden sagten, sie werden die Ausgabe von Super-Langlauf-Anleihen im nächsten Haushaltsjahr reduzieren. Außerdem planen sie, die Ausgabe der Benchmark-10-Jahres-Anleihen stabil zu halten.
Das Ziel der Regierung ist es, Bedenken über ein Überangebot auf dem Markt zu mildern. Miura sagte, die jüngsten Renditebewegungen signalisierten die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen der Regierung. Er fügte hinzu, dass Marktstabilität weiterhin eine zentrale Priorität bleibt.
Internationale Anleger beobachten die Lage genau. Eine Erhöhung der japanischen Renditen könnte Kapitalflüsse in den Anlageklassen verändern. Analysten bewerten weiterhin, wie höhere Renditen das Risikokapital beeinflussen könnten, einschließlich Kryptowährungen.
Die Märkte schauen bisher weiterhin auf Anzeichen der Bank of Japan. Volatilität wird erwartet, während die Entscheidungsträger mit Inflationsrisiken und Sorgen um das Wirtschaftswachstum beschäftigt sind. Der japanische Anleihenmarkt steht an einem entscheidenden Punkt, wenn das Jahr 2026 beginnt.
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