Bitcoin-ETFs (exchange-traded funds) hatten am 5. Januar ihren größten Tageszufluss seit drei Monaten. Es wurden fast 695 Mio. USD eingesammelt. Die positiven Zuflüsse zeigen, dass institutionelle Nachfrage zu Beginn von 2026 stark zurückgekehrt ist.

Angeführt wurde der Anstieg von BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT), der 371,9 Mio. USD erhielt. Danach kam Fidelitys FBTC mit 191,2 Mio. USD, so zeigen die Daten von SoSoValue.

Rekord-Tag: So viele institutionelle Zuflüsse gab es bei Bitcoin-ETFs noch nie

Tatsächlich hat die institutionelle Nachfrage Anfang 2026 sprunghaft zugenommen. Besonders am Freitag flossen 671 Mio. USD in die Fonds.

Die hohen Zuflüsse zeigen eine breite Bewegung im ETF-Bereich und nicht nur eine einmalige Investition. Bitwises BITB bekam 38,5 Mio. USD, Arks ARKB verzeichnete 36 Mio. USD an Zuflüssen. Auch Invesco, Franklin Templeton, Valkyrie und VanEck hatten positive Zuflüsse.

Bemerkenswert ist, dass Grayscales alter GBTC an diesem Tag keine Abflüsse verzeichnete. Das ist ein starker Wandel, nachdem es seit der Umwandlung in eine Trust-Struktur mehr als 25 Mrd. USD an Abhebungen gab.

Das Handelsvolumen ist zusammen mit den Zuflüssen gestiegen. Dadurch ist das Interesse der großen Investoren nach einem ruhigen Dezember wieder zurückgekommen.

Der gleichzeitige Kauf zeigt eine Neuausrichtung von Portfolios und nicht bloß das Hinterherjagen nach schnellen Gewinnen. Dabei blieb Bitcoin während der Sitzung über der Marke von 90.000 USD.

Die Nachfrage der großen Investoren geht zudem über Bitcoin hinaus. Whale Insider teilte mit, dass BlackRock-Kunden 31.737 ETH kauften, was ungefähr 100,2 Mio. USD entspricht.

Dies zeigt, dass Ethereum neben Bitcoin weiter gekauft wird. Bei den Spot-ETH-ETFs gab es am Freitag Zuflüsse von 168,13 Mio. USD.

Der Trend zeigt, dass große Investoren mehrere digitale Werte nutzen, weil Krypto immer mehr ein Teil von langfristigen Anlagestrategien wird.

BlackRock sieht Krypto jetzt als Finanz-Infrastruktur statt nur als Handel

Der Zeitpunkt der ETF-Zuflüsse passt zu BlackRocks neuer Anlage-Einschätzung. Der Vermögensverwalter sieht Krypto jetzt eher als festen Teil des weltweiten Finanzsystems und nicht mehr nur als Versuch.

Im Bericht schreibt BlackRock, dass Krypto in Zukunft mehr für Infrastruktur wie zum Beispiel

  • Abwicklungen,

  • Liquidität und

  • Tokenisierung

genutzt werden soll und weniger für spekulativen Handel. Stablecoins spielen dabei eine große Rolle. BlackRock beschreibt sie als Brücke zwischen traditionellem Finanzsystem und digitaler Liquidität. In manchen Ländern könnten stablecoins, die mit USD besichert sind, sogar die nationale Währung ersetzen.

Dieser Trend, so die Firma, belastet bereits Banken, denn Einlagen und Zinsen wandern zu Krypto-Produkten.

Die Zulassung von ETFs wird als Zeichen für die Anerkennung durch große Investoren gesehen, nicht nur als Versuch der Aufsicht. BlackRock meint, das schnelle Wachstum der Krypto-ETFs zeigt, dass digitale Werte in professionellen Portfolios einen festen Platz bekommen.

Der Bericht stellt außerdem heraus, dass Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt des aktuellen Wandels steht. Durch KI getriebene Veränderungen bei Energie, Produktivität und Kapital-Einsatz beschleunigen die grundlegenden Umbrüche an den Märkten.

Deshalb sagt BlackRock, dass normale Marktzyklen sich auflösen. Es gibt jetzt eine Konzentration von Kapital und längerfristige Themen-Investitionen.

In so einer Situation warnt BlackRock vor der „Illusion der Diversifizierung“. Viele herkömmliche Anlagen werden nämlich immer stärker von denselben großen Wirtschaftsfaktoren beeinflusst.

BlackRock meint außerdem: Digitale Vermögenswerte gewinnen gerade deshalb an Bedeutung, weil sie auf anderen Grundlagen funktionieren.

Die ETF-Zuflüsse am fünften Januar zeigen das sehr deutlich. Sie sind über fast alle wichtigen Anbieter verteilt und es gibt keine neuen, großen Abflüsse vom GBTC. Das zeigt, dass sich der ETF-Markt weiterentwickelt. Institutionen tätigen ihre Investitionen jetzt bewusster.