Das Walrus-Protokoll (das den WAL-Token nutzt) ist eine dezentrale Speicher- und Datenverfügbarkeitsschicht, die von Mysten Labs auf der Sui-Blockchain entwickelt wurde. Es ist speziell darauf ausgelegt, "Blobs" – große, unstrukturierte Datendateien wie KI-Modellgewichte, Trainingsdatensätze und Anwendungsstatus – zu verarbeiten, die zu groß sind, um direkt auf einer herkömmlichen Blockchain gespeichert zu werden.

Für dezentrale KI (DeAI) fungiert Walrus als "langfristiges Gedächtnis", das auch dann noch zugänglich bleibt, wenn einzelne Netzwerkknoten offline gehen.

Wie Walrus KI-Gedächtnis ermöglicht

Traditionelle KI-Anwendungen verlassen sich auf zentrale Cloud-Anbieter (wie AWS oder Google Cloud), um ihre riesigen Datenmengen zu speichern. Walrus entzentralisiert dies durch eine einzigartige Architektur:

Red-Stuff-Codierung: Anstatt eine Datei einfach mehrfach zu kopieren (was kostspielig ist), verwendet Walrus einen fortschrittlichen Erasure-Coding-Algorithmus namens "Red Stuff". Dabei wird die Daten in kleine Fragmente, sogenannte Slivers, aufgeteilt und über ein globales Netzwerk unabhängiger Knoten verteilt.

Hohe Widerstandsfähigkeit: Durch diese Codierung kann eine KI-Anwendung ihr gesamtes Gedächtnis oder ihren Datensatz auch dann wiederherstellen, wenn bis zu zwei Drittel der Speicherknoten offline sind oder schädlich handeln.

Programmierbare Speicherung: Auf Walrus wird Speicherung als "Sui-Objekt" behandelt. Das bedeutet, dass Smart Contracts direkt mit Daten interagieren, diese übertragen oder sogar programmgesteuert "löschen" können, wodurch KI-Agenten ihre eigenen Gedächtnisse autonom verwalten können. #walrus @Walrus 🦭/acc $WAL