Die Spannungen zwischen China und Europa über die Kontrolle über Halbleitertechnologie sind in offenen Konflikt ausgebrochen. In einer dramatischen Entscheidung entzog ein niederländischer Gerichtshof dem chinesischen Mutterunternehmen Wingtech die Kontrolle über den Chip-Hersteller Nexperia, was eine Kette globaler Folgen auslöste.
Niederlande übernehmen Kontrolle, China empört
Der Funke sprang im Oktober 2025 über, als ein niederländischer Gerichtshof entschied, dass Wingtech Technology geheime Technologie aus Europa nach China übertragen hatte. Das Gericht entließ den Gründer von Wingtech, Zhang Xuezheng, als CEO und übergab die Kontrolle über Nexperia einem niederländischen Aufsichtsteam. Das Ergebnis? Das Unternehmen wurde in zwei Teile geteilt – eine europäische Division und eine chinesische Megafabrik in Guangdong, die nun von ihrem europäischen Pendant getrennt ist.
Die Entscheidung führte zu sofortigen Lieferstopp. Das niederländische Team von Nexperia hatte die Wafersendungen nach China gestoppt, und die Fabrik in Guangdong brach die Zusammenarbeit ab. Panik brach aus: Banken zogen Hunderte Millionen Dollar ab, darunter eine nicht genutzte Kreditlinie in Höhe von 800 Millionen Dollar. Trotzdem behauptet Nexperia, weiterhin schuldenfrei und finanziell stabil zu sein.
Europa zieht rote Linien, China droht mit Vergeltung
Europäische Regierungen rechtfertigten die Maßnahme als Angelegenheit der nationalen Sicherheit, während China die Niederlande wegen politischer Einmischung kritisierte. Die Vorsitzende von Wingtech, Ruby Yang, warf der niederländischen Regierung „unangemessene Einmischung“ vor und erklärte, das Unternehmen verfolge nun eine Strategie der „Selbstrettung der Produktion“ innerhalb Chinas.
Der Kampf ist noch nicht vorbei. In Amsterdam läuft gerade ein neuer Prozess, bei dem das Gericht entscheidet, ob eine umfassende Untersuchung der Führung von Nexperia eingeleitet wird. Falls genehmigt, könnte der Fall jahrelang andauern. Falls nicht, könnte Wingtech seine Beteiligung wiedererlangen. Auf jeden Fall bereiten sich beide Seiten auf einen rechtlichen Kampf vor.
Autobauer in der Schusslinie
Global agierende Automobilhersteller spüren bereits die Auswirkungen. Honda schloss Fabriken, Volkswagen suchte verzweifelt nach Chip-Vorräten, ZF Friedrichshafen senkte die Produktion, und Bosch begann, Wafers über Kontinente zu fliegen, nur um die Montagelinien am Laufen zu halten. Der Prozess ist teuer, langsam und nicht nachhaltig.
Gleichzeitig bemüht sich das niederländische Nexperia-Team, die Chipproduktion außerhalb Chinas auszubauen und verhandelt mit Kunden über neue Fabriken in Südostasien. Wingtech bemüht sich dagegen, seine chinesische Tochterfirma am Leben zu erhalten, indem es Wafers von alternativen Lieferanten bezieht.
Die globale Chip-Krise offenbart die fragile Geopolitik
Als Europa versucht, seine Abhängigkeit von China zu verringern, drängt Peking entschieden zurück. Einige Exporte von Nexperia sind wieder aufgenommen worden, doch das Vertrauen ist zerstört.
Was ursprünglich ein Unternehmenskonflikt war, ist nun zum Symbol des neuen technologischen Kalten Krieges geworden, bei dem Halbleiter nicht länger nur Hardware sind – sie sind strategische Waffen in einem geopolitischen Konflikt.
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