Regulatorischer und marktlicher Hintergrund zu Ertragsverteilungen

Einer der bemerkenswertesten Treiber dieser Entwicklung war die IRS-Richtlinie 2025-31, die eine sichere Hafenregelung für bestimmte trust-ähnliche Produkte schuf, die digitale Vermögenswerte halten wollten, ohne ihren Status als „Grantor Trust“ im US-Steuerrecht zu verlieren.
Dies hat strukturelle Unsicherheiten gemildert und auch Emittenten dazu ermutigt, Staking-Rewards als auszahlbare Barzahlungen zu verteilen, anstatt sie stillschweigend in die NAV zu reinvestieren.
Im Oktober 2025 begann Grayscale selbst, ETH für seine Produkte zu staken, wobei ETHE und sein Mini-ETF nun zu den ersten US-Produkten für Spot-Kryptowährungen gehören, die Staking-Einkommen in skaliertem Maße umsetzen.
Die Fähigkeit, Staking-Erträge direkt an Halter zu übertragen, stellt eine Weiterentwicklung gegenüber früheren Angeboten dar, die lediglich Preisentwicklungen verfolgen und keine Erträge generieren können.
Was ist dann der Ertragswettbewerb und der Wettbewerbsraum?
Grayscales Verteilung wird wahrscheinlich einen Wettbewerb um Ertragspakete unter Ethereum-ETF-Emittenten auslösen. Andere Emittenten, darunter 21Shares, haben bereits ihre Absicht bekundet, Staking-Rewards über ihren Ethereum-ETF (TETH) zu verteilen, was auf eine breitere Akzeptanz von Ertragsfähigkeit bei ähnlichen Produkten hindeutet.
Wenn mehrere Fonds bar- oder strukturierte Erträge verfügbar machen, werden Anleger sie anhand des Nettodertrags, der Transparenz der Berechnung, der Auszahlungszeitpunkte und der Gebühreneffekte bewerten, wodurch traditionelle Marktteilnehmer mit ertragsorientierten Fonds vertrauter werden.
Dieser „Ertragswettbewerb“ verändert die Geschichte der Ethereum-Exposition. Es handelt sich nun nicht mehr nur um ein Wachstums- oder spekulatives Asset, sondern Ethereum über ETFs verpackt nun wiederkehrende Einkünfte, die Dividenden im klassischen Finanzwesen ähneln, auch wenn die Zahlungsquelle die Protokoll-Staking-Mechanismen und nicht Unternehmensgewinne sind.