"Der Kampf zwischen dem "Dong Wang" und Powell: Der Streit um die Unabhängigkeit der Fed wird heftige Schwankungen an der Wall Street auslösen"
Fokus auf die Renovierung der Fed-Hauptverwaltung im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar und ob Paul gelogen hat oder nicht.
Hintergrund steht der Druck, den der "Dong Wang" auf Powell ausübt, da Trump äußerst besorgt ist, dass Powell nach Ablauf seiner Amtszeit im Mai dieses Jahres zwar das Amt des Präsidenten verlassen wird, aber nicht aus der Fed ausscheidet.
Dazu gehört ein internes Funktionsprinzip der Fed: Wie wird der Präsident der Fed ausgewählt? Er wird aus den derzeitigen Mitgliedern des Rates gewählt. Die Mitglieder des Rates haben eine Amtszeit von 14 Jahren, während der Präsident alle vier Jahre gewechselt wird. Mit anderen Worten: Obwohl Powells Amtszeit als Präsident abgelaufen ist, bleibt sein Status als Mitglied des Rates bestehen, bis Januar 2028.
Wenn Powell lediglich das Amt des Präsidenten niederlegt, aber als Mitglied des Rates bleibt, könnte er theoretisch noch zwei weitere Jahre, also 2026 und 2027, weiterarbeiten. Dann wäre es möglich, dass der Präsident der Fed von "Dong Wang" eingesetzte Vertraute übernimmt, während Powell im Rat faktisch zum "Oberherrn" wird. Angesichts Powells Fachkompetenz und seines Ansehens – wird der Rat dann ihm folgen oder dem neuen Präsidenten, den "Dong Wang" ernannt hat?
Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dass er weiterhin Powell folgt.
Trotz des großen Plans von "Dong Wang" ist es sehr wahrscheinlich, dass er am Ende doch einen Schritt zu früh geraten ist. In der Geschichte gab es zwei Fed-Präsidenten, die nach Ablauf ihrer Amtszeit weiterhin im Amt blieben: einer blieb drei Jahre, der andere sogar 19 Jahre.
Derjenige, der drei Jahre blieb, namens Elkins, leitete letztendlich erfolgreich die Unabhängigkeit der Fed von der Finanzbehörde ab, was den Wendepunkt darstellte, an dem die Fed mit der Finanzbehörde gleichberechtigt wurde. Seitdem verfolgt die Fed die Rolle einer unabhängigen Zentralbank.
Daher ist die Frage: Hat Trump Angst oder nicht?
Aber dieses Mal könnte "Dong Wangs" Drohgebärde gegenüber Powell ins Leere laufen, denn Powell hat bereits eine harte Gegenreaktion gezeigt. Powell sagte klar: Dies sei kein Angriff auf ihn persönlich, sondern eine Herausforderung für die Unabhängigkeit der Fed. Er werde dieser Herausforderung nicht nachgeben. Dieses große Schauspiel zwischen "Dong Wang" und der Unabhängigkeit der Fed ist einfach zu spannend – die Wall Street könnte erneut heftige Schwankungen erleben.