In der Welt der Kryptografie sprechen wir oft über "Berechnung" und "Konsens", aber wir ignorieren oft den stillen Grundstein, der all dies trägt – Speicherung.

Wenn man die Blockchain mit dem Gehirn eines Menschen vergleicht, dann sind die heutigen Ethereum oder Sui eher wie die "Frontallappen", die für logisches Denken zuständig sind. Sie verarbeiten Transaktionen schnell, aber "langfristiges Gedächtnis" ist sehr kostspielig und hat begrenzten Speicherplatz. Um dieses Problem zu lösen, hat Mysten Labs (das Entwicklerteam von Sui) ein äußerst ehrgeiziges dezentrales Speicherprotokoll namens Walrus (Walross) vorgestellt.

Heute wollen wir über das Tier sprechen, das gerade im tiefen Meer Unruhe stiftet – die Walross, und warum es möglicherweise das letzte Puzzlestück für die echte Explosion von Web3 sein könnte.

Erstens, warum brauchen wir Walrus? Nicht mehr für teuren „On-Chain-Müll“ bezahlen.

Viele Menschen werden sich fragen: Es gibt bereits IPFS, Arweave und Filecoin, warum brauchen wir dann noch Walrus?

Der zentrale Konflikt liegt zwischen Effizienz und Integration. Traditionelle dezentrale Speicherlösungen sind oft wie ein unabhängiges „Lager“, in das Sie Daten speichern und einen Beleg erhalten, aber zwischen diesem Lager und Ihrem Smart Contract besteht eine dicke Mauer. Um große Datenmengen (wie ein 3D-Spielasset oder einen HD-Film) in Echtzeit auf der Kette abzurufen, sind die Latenz und Kosten erschreckend hoch.

Die Geburt von Walrus dient dazu, **„so reibungslos wie die Nutzung eines CDN“** dezentralen Speicher zu realisieren. Es geht nicht nur darum, Dinge zu speichern, sondern auch darum, dass große „Blobs (rohe Datenblöcke)“ direkt und effizient von Hochleistungs-Blockchains wie Sui gelesen werden können.

Zweitens, die „High-Tech“ des Walrosses: Erasure Coding und superschneller Zugriff.

Der Name Walrus hat eine interessante Herkunft – obwohl der Walross schwerfällig ist, ist er im Wasser äußerst agil. Sein Kernvorteil lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: niedrige Kosten, hohe Verfügbarkeit.

  1. Erasure Coding-Technologie:
    Das ist das Ass von Walrus. Wenn Sie eine Datei hochladen, wird sie nicht einfach auf jedem Knoten als Kopie gespeichert, sondern in viele Fragmente zerlegt und mit redundanten Informationen versehen. Selbst wenn die Hälfte oder mehr der Knoten im Netzwerk offline sind, können Sie die Daten vollständig aus den verbleibenden Fragmenten wiederherstellen. Dies senkt die Speicherkosten erheblich, da Sie nicht unzählige Kopien zur Sicherheit anfertigen müssen.

  2. Rote Meer Operation (ultimative Anwendung des Red-Solomon-Algorithmus):
    Walrus optimierte den Prozess der Datenvalidierung. In anderen Protokollen erfordert die Validierung, ob Daten noch vorhanden sind, oft komplexe Berechnungen; in Walrus kann der Konsensmechanismus von Sui den Speicherstatus schnell bestätigen. Das bedeutet, dass Entwickler den gesamten Frontend-Code einer Website, große Spielressourcen oder sogar AI-Modellparameter direkt in Walrus werfen können, ohne dass die Benutzer nennenswerte Verzögerungen spüren.

Drittens, narrative Tiefe: vom „Asset Chainization“ zur „Full-Stack-Anwendung“

Die wahre Bedeutung von Walrus besteht darin, dass es „Full-Stack-Dezentralisierte Anwendungen“ möglich gemacht hat.

Derzeit sind die meisten DApps „pseudo-dezentralisiert“: Ihre Token sind auf der Kette, aber die Weboberfläche, auf die Sie zugreifen, wird tatsächlich auf Servern von Amazon (AWS) oder Google gehostet. Wenn diese großen Unternehmen den Stecker ziehen, wird Ihre DApp zu einer leeren Hülle.

Mit Walrus wird sich die Situation grundlegend ändern:

  • Die ultimative Form von NFT: Zukünftige NFTs sind kein „Bildindex“, der auf einen zentralisierten Link verweist, sondern ein vollständiger Datensatz, der das hochauflösende Originalbild, Metadaten und sogar Interaktionsskripte enthält, alles in Walrus gespeichert und perfekt mit den Verträgen auf Sui verbunden.

  • Web3 Soziale Medien: Hochfrequente Video-Sozialplattformen wie TikTok oder YouTube haben im Web3 das größte Hindernis in den Speicherkosten. Walrus bietet eine kostengünstige und schnelle Lösung, damit „dezentrale Kurzvideos“ nicht mehr nur eine Vorstellung in einer PPT sind.

  • AI und Big Data: AI-Modelltraining benötigt riesige und unveränderliche Datensätze. Walrus kann als „Cloud-Laufwerk“ für AI-Agenten fungieren und stellt sicher, dass die Datenrechte und Transparenz gewahrt bleiben.

Viertens, WAL-Token und ökologische Anreize.

Als ein unabhängiges Speicherprotokoll führt Walrus das native $WAL-Token ein. Die Logik ist sehr klar:

  • Speicherer (Storage Nodes): Staken $WAL , um Speicheraufträge zu erhalten und Servicegebühren zu verdienen.

  • Nutzer: Bezahlen $WAL , um die Nachhaltigkeit der Speicherung und die Lese-Bandbreite sicherzustellen.

  • Governance: Bestimmung der Anpassungen der Protokollparameter und Verteilung der ökologischen Anreize.

Dieses Design stellt sicher, dass Netzwerkteilnehmer Anreize haben, qualitativ hochwertige Dienstleistungen anzubieten, anstatt wie bei einigen alten Speicherprojekten, bei denen Knoten nur für airdrop zu faulenzen.

Fünftens, Fazit: Wächter im tiefen Meer.

Wenn Sui das gepanzerte Fahrzeug ist, das in den Kampf zieht, dann ist Walrus die unerschöpfliche Versorgungsleitung für Munition. In der heutigen Zeit, in der Web3 in das Zeitalter großer Anwendungen eintritt, sind wir nicht mehr damit zufrieden, nur ein Buchhaltungssystem zu haben, das Überweisungen ermöglicht. Wir benötigen ein „hardcore Gehirn“, das die digitale Zivilisation der Menschheit tragen kann und niemals offline ist.

Walrus befindet sich derzeit in der Testnet-Phase. Dieser Walross steht am Vorabend des Durchbruchs. Für Entwickler und frühe Interessierte ist dies nicht nur ein Speicherprotokoll, sondern ein herausragendes Beispiel dafür, wie Web3 von „Finanzinstrumenten“ zu „Internet-Infrastruktur“ übergeht.

Walrus zu folgen, bedeutet, sich mit der zukünftigen Souveränität von Daten zu befassen. @Walrus 🦭/acc $WAL #walrus