Die Kryptowährungsgemeinschaft Frankreichs steht vor einer neuen Welle gewalttätiger Angriffe, die eine beunruhigende Entwicklung fortsetzen, die sich während 2025 verschärft hat. sogenannte „Wrench-Attacken“ – bei denen Täter physische Gewalt anwenden, um Opfer zur Herausgabe des Zugriffs auf Kryptowallets zu zwingen – haben sich in das Jahr 2026 fortgesetzt. Allein im Januar wurden innerhalb von nur vier Tagen vier versuchte Entführungen gemeldet.

Einige der jüngsten Vorfälle betrafen einen Führungskraft eines Kryptoinvestitionsunternehmens und seine Familie in Verneuil-sur-Seine. Drei bewaffnete Eindringlinge drangen nachts in das Haus der Familie ein, attackierten beide Eltern und banden die gesamte Familie – einschließlich zweier Kinder – mit Plastikfesseln. Die Familie gelang es letztendlich, zu entkommen und bei Nachbarn Schutz zu suchen, während die Täter in Richtung eines nahegelegenen Bahnhofs flüchteten.

Der Fall fügt sich in eine wachsende Liste von Angriffen auf Personen ein, die vermutlich große Kryptowährungsbestände besitzen oder kontrollieren, was die anhaltenden physischen Sicherheitsbedenken für Kryptowährungsinhaber in Frankreich unterstreicht.

Entführungen, Hausüberfälle und bewaffnete Bedrohungen

Ein Tag vor dem Angriff in Verneuil-sur-Seine wurde ein 43-jähriger Mann aus seinem Haus in Saint-Léger-sous-Cholet entführt. Das Opfer wurde gefesselt, geschlagen und später in Basse-Goulaine, etwa 50 Kilometer von seinem Wohnort entfernt, zurückgelassen.

Ermittler aus der spezialisierten interregionalen Zuständigkeit in Rennes gaben an, dass die Angreifer versucht hätten, Kryptowährungen zu stehlen. Die Behörden stellten außerdem fest, dass die Familie des Opfers während der Weihnachtsfeiertage mehrfach Einbruchsversuche erlitten hatte, was darauf hindeutet, dass das Haus längere Zeit überwacht worden war.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Manosque, wo drei maskierte Männer gewaltsam in ein Haus eindrangen, eine Frau mit einer Waffe bedrohten und einen USB-Stick stahlen, auf dem die Kryptowährungsdaten ihres Partners gespeichert waren.

Warum Opfer oft schweigen

Laut französischen Medien und Sicherheitsquellen entscheiden sich viele Opfer dafür, kryptobasierte Straftaten nicht zu melden. Die Zurückhaltung beruht auf der Angst, dass eine Anzeige folgende Dinge preisgeben könnte:

  • die Höhe ihrer Kryptowährungsbestände

  • detaillierte Transaktionsverläufe

  • mögliche steuerliche und regulatorische Prüfung

Anleger wiegen oft die geringe Wahrscheinlichkeit einer Rückgewinnung von Vermögen gegen die hohen wahrgenommenen Risiken von Steuerstrafen, Vermögensverlusten, Schädigung des Rufes oder weiterer physischer Gefahren ab. Unter den strengen EU-Konformitätsregeln wird Schweigen oft als sicherere Option angesehen.

Regulierung, Steuern und wachsender staatlicher Druck

Die Inhaberschaft von Kryptowährungen ist in Europa zunehmend verbreitet – zwischen 2022 und 2024 verdoppelten die europäischen Bürger ihre Exposition gegenüber Kryptowährungen. Gleichzeitig haben Regierungen die Steuerüberwachung erheblich verschärft.

Die Steuerbehörden verlangen nun:

  • erweiterte Meldepflichten

  • Zuordnung von On-Chain-Adressen zu verifizierten Identitäten über KYC

  • engere Überwachung der Transaktionsaktivitäten

Neue Gesetzesvorschläge würden die Meldung von Kryptowährungsbeständen über 5.000 € vorschreiben. Frankreich plant zudem eine jährliche Steuer von 1 % auf Kryptowährungsbestände über 2 Millionen €, einschließlich Vermögen, die in selbstverwalteten oder ausländischen Wallets aufbewahrt werden.

Obwohl die Inhaberschaft von Kryptowährungen weiterhin formell selbst gemeldet wird, kann jede Interaktion mit zentralisierten Plattformen eine Verknüpfung zwischen Wallet und Identität auslösen. Die Behörden könnten außerdem Steuern auf unrealisierte Kapitalgewinne erheben, was langfristige Halter gezwungen haben könnte, Vermögenswerte zu verkaufen, nur um Steuerverpflichtungen zu decken.

Datenlecks und die Rolle traditioneller Zahlungskanäle

Ermittlungen in einigen Fällen deuten darauf hin, dass sensible Informationen über Kryptowährungsinhaber aus offiziellen Quellen entwichen sein könnten. Kürzlich hat die ehemalige französische Steueragentin Ghalia C. ihr Urteil wegen Unterstützung einer organisierten Kriminalität angefochten. Sie war wegen des Verstoßes gegen personenbezogene Daten untersucht worden, und die Behörden vermuten, dass sie möglicherweise auch Informationen im Zusammenhang mit der Kryptowährungseigentümerschaft weitergegeben haben könnte.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Zahlungen für gestohlene Daten dennoch über traditionelle Kanäle erfolgten, darunter Bargeldüberweisungen und Western Union-Überweisungen.

Auswirkungen auf die Kryptowährungsindustrie Frankreichs und Ereignisse

Sicherheitsbedenken und regulatorischer Druck beginnen nun die gesamte Kryptowährungsindustrie zu beeinflussen. Veranstalter haben die Absage von NFT Paris und RWA Paris 2026 bekannt gegeben und begründeten dies offiziell mit den Folgen des Marktverfalls Ende 2025.

Obwohl nicht ausdrücklich erwähnt, sind physische Sicherheitsrisiken für Branchenteilnehmer zu einer echten „Kosten“ geworden – einer Kosten, die schwer budgetierbar ist, aber zunehmend unvermeidbar ist.

Das Kryptowährungs-Ereigniskalender Frankreichs umfasst weiterhin Veranstaltungen wie die Paris Blockchain Week, die sich stärker auf Institutionen, Regulierung und die Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA) konzentrieren. Dennoch bleibt die Stimmung innerhalb der Community angespannt und vorsichtig.

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