Bitcoin stieg am Dienstag über 95.000 Dollar und erreichte sein höchste Niveau seit mehr als 50 Tagen, da eine Kombination aus geringerer Inflation in den Vereinigten Staaten und steigendem geopolitischem Risiko zu einer breiten Bewegung in die Kryptomärkte führte.

Der Anstieg erfolgte nach einer starken Warnung des Außenministeriums der Vereinigten Staaten, das den amerikanischen Bürgern riet, "Iran jetzt zu verlassen" und sich auf längere Kommunikationsunterbrechungen vorzubereiten.

Die Warnung kam, während massive Proteste in Iran weiterhin andauern und die Haltung Washingtons gegenüber Teheran sich verschärft, was die Angst vor einem weiteren regionalen Konflikt erhöht.

Der US-Verbraucherpreisindex beseitigte ein zentrales makroökonomisches Risiko, und das geopolitische Risiko reaktiviert die Attraktivität von Bitcoin als Absicherung.

Die Reisehinweiswarnung der USA für Iran fügte einen zweiten Faktor hinzu. Märkte neigen dazu, sich zu Sicherheitswerten oder Alternativen zu bewegen, wenn das Kriegsrisiko steigt.

Bitcoin wird in Krisenzeiten zunehmend als geopolitische Absicherung gehandelt. Die Kombination aus einer möglichen Eskalation im Nahen Osten und Internet-Sperren in Iran verstärkt seine Rolle als Vermögenswert außerhalb der Kontrolle von Regierungen.

Je mehr die Nachrichten zunahmen, desto schneller bewegten sich die Händler zu Bitcoin und anderen liquiden Kryptowerten.

Bitcoin, der am Tag mit etwa 91.000 Dollar begann, stieg innerhalb weniger Stunden um mehr als 5 Prozent. Der gesamte Kryptomarkt stieg ebenfalls, wobei die Preise von Ethereum, Solana und XRP ebenfalls anstiegen.

Der Rally begann früher, nachdem der US-Verbraucherpreisindex zeigte, dass die Inflation sich stabil entwickelt. Die Preise steigen weiterhin, beschleunigen sich aber nicht.

Das ist für Kryptowährungen wichtig. Wenn die Inflation unter Kontrolle ist, muss die Federal Reserve die Zinssätze nicht weiter erhöhen. Außerdem wird das Risiko einer plötzlichen Rezession durch eine aggressive Verschärfung vermieden.

Für Anleger schafft dies eine sicherere Grundlage, um risikoreiche Vermögenswerte wie Bitcoin zu halten. Der IPC-Bericht beseitigte ein großes bärisches Risiko genau zu dem Zeitpunkt, als Bitcoin sich nach Wochen von ETF-getriebenen Verkäufen stabilisierte.

Die Bewegung entstand nicht aus dem Nichts. Anfang Januar hatten die Spot-ETFs für Bitcoin in den USA mehr als 6 Milliarden Dollar an Abflüssen, als späte Käufer des Oktober-Rallys mit Verlusten ausstiegen.

Diese Verkäufe ließen Bitcoin auf den ETF-Basispreis, nahe bei 86.000 Dollar, fallen, wo der Druck abnahm. Seitdem haben sich die ETF-Flüsse stabilisiert, was darauf hindeutet, dass der bärische Trend größtenteils beendet ist.

Gleichzeitig zeigten die Exchange-Daten, dass globale Käufer das Angebot aus den ETFs aufgefangen haben, während amerikanische Institutionen pausierte statt aus dem Markt auszusteigen. Die Coinbase-Prämie wurde negativ, was Vorsicht, nicht eine vollständige Liquidation, anzeigt.

Dass Bitcoin nach dem IPC-Bericht erneut über 93.000 Dollar stieg, zeigt, dass die Verkäufer die Kontrolle verloren haben. Der Anstieg über 95.000 Dollar bestätigte eine neue Nachfrage.

Mit stabilen Inflationszahlen und sinkendem Druck durch ETFs war das geopolitische Risiko der Funke, der das Kapital, das außerhalb des Marktes war, dazu zwang, wieder einzusteigen.

Derzeit erholt sich Bitcoin nach einer Mid-Cycle-Neustart. Wenn die ETF-Zuflüsse wieder einsetzen und das geopolitische Risiko hoch bleibt, werden die Händler die nächste große Prüfung bei 100.000 Dollar im Blick haben.

Dieser Rally zeigt, dass Bitcoin weiterhin sowohl als makroökonomisches Asset als auch als Absicherung gegen Krisen in einer immer instabileren Welt agiert.