Vorhersagemärkte erreichen Rekordvolumen von 702 Mio. USD: Wachstum gegenüber Regulierung
Der Bereich der Vorhersagemärkte befindet sich nun im "Warp-Speed-Modus". Trotz einer Welle regulatorischer Herausforderungen in den USA und Europa erreichte das tägliche Handelsvolumen am vergangenen Montag eine beeindruckende Summe von 701,7 Millionen US-Dollar und brach damit alle vorherigen Rekorde.
Die Marktführer: Kalshi übernimmt die Führung
Während Polymarket 2024 die Schlagzeilen dominierte, hat sich die Lage verändert. Kalshi verfügt nun über den größten Anteil am Markt:
• Kalshi: 465,9 Millionen US-Dollar (ca. 66 % des Gesamtvolumens).
• Polymarket & Opinion: Zusammen ca. 100 Millionen US-Dollar.
• Der Treiber: Strategische Integrationen mit Plattformen wie Robinhood und Coinbase haben Vorhersagemärkte Millionen traditioneller Privatanleger zugänglich gemacht.
Die regulatorische Schachpartie
Die "Wild-West"-Ära der Vorhersagemärkte steht vor ihren härtesten rechtlichen Prüfungen:
1. Aufsicht über Insiderhandel: Ein Polymarket-Nutzer verwandelte 30.000 US-Dollar innerhalb weniger Stunden in 400.000 US-Dollar, indem er auf die Festnahme von Nicolás Maduro setzte – kurz bevor dies geschah. Dieser "perfekt zeitlich abgestimmte" Handel hat den Abgeordneten Ritchie Torres veranlasst, das Public Integrity in Financial Prediction Markets Act of 2026 vorzulegen, das Insiderhandel im Bereich der öffentlichen Finanzvorhersage ansprechen soll.
2. Die Bezeichnung als "Glücksspiel": Die Ukraine hat Polymarket im Dezember 2025 offiziell blockiert und es als ungenehmigtes Glücksspiel eingestuft. Mehrere US-Bundesstaaten (NY, NJ, CT) versuchen ähnliche Verbote.
3. Ein Erfolg für Kalshi: In einer bedeutenden Niederlage für die Regulierungsbehörden hat ein Bundesrichter aus Tennessee am Montag vorläufig verfügt, dass der Staat Kalshi nicht zwingen darf, seine Tätigkeit einzustellen, und sich auf die Argumentation stützte, dass es sich um bundesrechtlich regulierte Derivate handelt, keine einfachen "Wetten".
Warum es wichtig ist
Vorhersagemärkte sind längst nicht mehr nur für "Crypto-Natives" relevant. Mit Blick auf multibillionenwertige Bewertungen durch Wall-Street-Giganten hat sich die Debatte von "Sind sie legal?" zu "Wie regeln wir sie als Finanzinstrumente?" verlagert.
Die Integration in selbstverwaltete Wallets wie MetaMask und große Börsen zeigt, dass Vorhersagemärkte trotz der Hindernisse ein fester Bestandteil des digitalen Asset-Ökosystems werden.