JPMorgan-Bericht: Institutionelle Kapitalströme werden den Kryptomarkt bis 2026 weiter voranbringen
Laut dem neuesten Analysebericht von JPMorgan könnte der Kryptomarkt bis 2026 eine neue Welle an Kapitalzuflüssen erleben, wobei die treibende Kraft wahrscheinlich von privaten Anlegern zu breiteren institutionellen Investoren wechseln wird.
Der Bericht weist darauf hin, dass der gesamte Kryptomarkt im Jahr 2025 rekordnahe Zuflüsse von fast 130 Milliarden US-Dollar verzeichnete, was einer Zunahme um etwa ein Drittel gegenüber 2024 entspricht.
Die Analyse geht davon aus, dass dieser Anstieg hauptsächlich durch die Kapitalzuflüsse in BTC- und ETH-ETFs (wahrscheinlich vorwiegend von privaten Anlegern getrieben) sowie durch die erhebliche Zunahme der Aktienkäufe durch digitale Vermögenswerte (DAT)-Unternehmen getrieben wird, zwei entscheidende Kräfte, die gemeinsam den Aufschwung vorantreiben.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Kaufvolumina der DAT-Unternehmen außerhalb von Strategy von 80 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf etwa 450 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 explodierten und somit die größte Quelle der Zunahme im vergangenen Jahr waren. Allerdings hat sich dieser Anstieg an Unternehmenskäufen seit Oktober des vergangenen Jahres deutlich verlangsamt.
Dennoch gehen die Analysten davon aus, dass mit der zunehmenden Dominanz institutioneller Investoren im Markt die Kapitalzuflüsse in den Kryptomarkt im Jahr 2026 weiter steigen werden. Dies liegt hauptsächlich an der möglichen Verabschiedung regulatorischer Rahmenwerke wie des US-Gesetzes "Clarity Act" sowie an einer neuen Welle von Investitionen und Übernahmen im Bereich der Kryptoinfrastruktur, die traditionellen Finanzinstituten den Marktzugang erleichtern werden.
Die Analysten beobachten zudem, dass die Gesamtinvestitionen in Kryptorisiken im Jahr 2025 zwar leicht zunahmen, jedoch aufgrund sinkender Transaktionszahlen und einer stärkeren Konzentration auf späte Projektphasen sowie einer Umverteilung von Risikokapital an DAT-Unternehmen die Dynamik nachließ.
Trotzdem deuten derzeitige Marktemotionen sowie Schlüsselindikatoren wie ETF-Kapitalflüsse bereits auf eine erste Stabilisierung hin, was darauf hindeutet, dass der Trend der Verkäufe durch private Anleger und Institutionen im vierten Quartal 2025 möglicherweise bereits beendet ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Kryptomarkt, nachdem er durch die Stimmung privater Anleger und spezifische Finanzstrategien einzelner Unternehmen explosionsartig gewachsen ist, nun allmählich eine neue Phase erreicht, die von einer umfassenden institutionellen Beteiligung, klaren regulatorischen Rahmenbedingungen und einer nachhaltigeren Entwicklung geprägt ist.
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