Seit einigen Tagen sprachen wir über Verzerrungen, doch heute, Donnerstag, dem 15. Januar, erreicht es ein ganz neues Niveau. Während die offiziellen Indikatoren die Luft anhalten, erzählt der P2P-Markt und das Bargeld in der Straße eine Geschichte extremer Volatilität.

📊 Zahlen von heute (15.01.2026):

  • ​BCV (Offiziell): 339,15 Bs.

  • ​Binance P2P (USDT/VES): Kauf 510 - 513 Bs. / Verkauf 480 - 500 Bs.

  • ​Bargeld in der Straße: Es werden Spannen zwischen 480 Bs. und 550 Bs. gemeldet, doch in den inneren Bundesstaaten treibt die Spekulation Angebote bis zu 700/750 Bs. in informellen Geschäften.

Die Falle des "günstigen Satzes"

Was wir heute sehen, ist die Konsolidierung eines asymmetrischen Marktes. Als der USDT Anfang Januar abrupt anstieg (sogar auf Spitzenwerte von 900 Bs. aufgrund politischer Panik), schossen die Preise in den Regalen in die Höhe. Heute, mit dem stabilisierten USDT in der Zone von 500 Bs., fragen sich viele: Warum kehren die Preise nicht zur Basis von 340-400 Bs. zurück?

Die Antwort ist das Fehlen wirtschaftlicher Kohärenz:

Bargeld als Zufluchtsort: In Grenzstaaten oder bei Verbindungsproblemen wird Bargeld zu willkürlichen Sätzen akzeptiert, die weit über dem P2P liegen.

Abwärtsrigidität: Die Geschäfte haben die "Panikrate" der letzten Woche als ihre neue Betriebsbasis übernommen und ignorieren die rückläufigen Korrekturen des P2P von Binance.

Schlussfolgerung

Wenn wir den USDT als Thermometer unserer Wirtschaft verwenden, müssen wir akzeptieren, dass das Thermometer auch anzeigt, wenn das Fieber sinkt. 600 Bs. zu verlangen, wenn der digitale Markt 500 Bs. sagt, ist kein Schutz vor Inflation, sondern reine Spekulation. Das Vertrauen in das Krypto-Ökosystem hängt davon ab, dass wir es als ein Gleichgewichtsinstrument verwenden, nicht als Ausrede für übermäßigen Arbitrage.

Zu welchem Satz wollten sie dir heute im Supermarkt berechnen? Hängen sie noch an den Preisen der letzten Woche?

#venezuela #BinanceP2P #USDT #Economia #15Ene