Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, erklärte am Freitag, dass das Jahr 2026 das Jahr sein wird, in dem Ethereum, während es Massenakzeptanz anstrebt, den Trend umkehren wird, der in den letzten 10 Jahren in Bezug auf souveräne und vertrauenslose Eigenschaften „Rückschritte“ gemacht hat.

Er schrieb, dass er nicht mehr die Momente wiederholen werde, die ihn dazu gebracht haben, über all die Wertkompromisse nachzudenken, die Ethereum bisher gemacht hat, nämlich: „Ist es wirklich wert, uns so weit zu verwässern im Namen der Massenakzeptanz?“

Diese Erklärung signalisiert, dass Ethereum nach einem schrittweisen Zentralisierungsprozess, der die Abhängigkeit von Vermittlungsdiensten erhöht hat, den Fokus auf Privatsphäre, Dezentralisierung und Nutzerautonomie im gesamten Ethereum-Entwicklungsfahrplan erneut setzen wird.

Was ist schiefgelaufen

Buterin erkannte an, dass es zunehmend schwieriger geworden ist, Knoten zu betreiben, dezentrale Anwendungen sich in großflächige Dienste mit schwerwiegenden Datenlecks verwandelt haben und Wallets dazu tendieren, Informationen über zentralisierte Remote Procedure Call (RPC)-Anbieter zu routen, anstatt dass Nutzer lokal Daten validieren.

Die Blockerstellung konzentriert sich ebenfalls auf eine kleine Anzahl von Betreibern, wodurch die Zensurresistenz von Ethereum schwächer wird und die Entscheidung darüber, ob Transaktionen einbezogen werden, unter zentraler Kontrolle steht.

Der leichte Client Helios ermöglicht es Nutzern, Blockchain-Daten lokal zu validieren, ohne vollständige Knoten selbst auszuführen, und kryptografische Techniken wie Oblivious RAM und Private Information Retrieval verhindern Überwachung beim Zugriff auf dezentrale Anwendungen.

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Laufende technische Lösungen

Die Implementierung der Zero-Knowledge Ethereum Virtual Machine (ZK-EVM) und blob-basierte Logs (blob-anchored logs) sollen laut Buterins Fahrplan das Betreiben lokaler Knoten vereinfachen, und das kommende Upgrade zielt darauf ab, nahtlose private Zahlungen anzubieten, die das gleiche Nutzererlebnis wie öffentliche Transaktionen bieten.

Die Ethereum-Stiftung hat bis Ende 2025 das Open-Source-Privatsphäre-Toolkit Kohaku Wallet Framework veröffentlicht und den Fokus des 47-köpfigen Privatsphäre-Clusters erneut darauf gerichtet, Vertraulichkeit im Netzwerk zu einer erstklassigen Eigenschaft zu machen.

Die Social Recovery Wallet hat seit der Einführung von EIP-7702 im Pectra-Upgrade von Ethereum im letzten Jahr an Dynamik gewonnen. Buterin hat seit mindestens 2021 diese Wallets befürwortet, um Nutzer zu schützen, die ihre Seed-Phrasen ohne Einführung von Backdoors durch Unternehmen verloren haben.

Die Netzwerkverbesserungsvorschläge wie ERC-4337 für Kontenabstraktion und FOCIL zur Stärkung der Zensurresistenz sollen schrittweise durch zukünftige Hardforks wie Glamsterdam eingeführt werden. Buterin warnte jedoch, dass diese Transformation eine "lange Reise" über mehrere Protokoll-Upgrades hinaus sein wird.

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