Die größte Kryptowährung drückt nun in eine Schlüsselwiderstandszon zwischen 95.000 USD und 97.000 USD, einem Bereich, der seit Ende November die Aufwärtsbewegungen begrenzt hat.

Was Sie wissen sollten:

Bitcoin stieg in den letzten 24 Stunden um mehr als 3,5 % und stieg über 95.000 USD, da sich die sinkenden Inflationsdaten und politische Unsicherheit erneut auf die Nachfrage nach Makro-Hedging auswirkten.

Niedrigere CPI-Daten verstärkten die Erwartungen für zusätzliche Zinssenkungen der Federal Reserve später in diesem Jahr und stärkten die Erzählung eines „sanften Landings“.

BTC testet derzeit eine kritische Widerstandszone, die entscheiden könnte, ob die Preise auf 100.000 USD steigen oder weiter konsolidieren.

Bitcoin stieg während der Sitzung am Dienstag weiter an und erreichte nach der Erholung von den Wochenendtiefen nahe 91.000 US-Dollar erstmals über 95.000 US-Dollar. Dieser Anstieg folgte auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten, die zeigten, dass der Gesamt-Verbraucherpreisindex (CPI) stabil bei 2,7 % blieb, während der Kern-CPI unter den Erwartungen lag und die Sorge vor erneuten Preisdruckabschwächungen verringerte.

Der Aufschwung setzte sich fort, während sich das allgemeine Risikobewusstsein verbesserte, auch wenn die US-Aktien am Tag leicht zurückgingen.

Altcoins und breitere Märkte

Haupt-Altcoins stiegen im Einklang mit Bitcoin:

Ether (ETH) stieg um etwa 1,9 % auf rund 3.200 US-Dollar

BNB stieg um etwa 1,6 % auf ein Niveau nahe 910 US-Dollar

Der gesamte Kryptomarkt, gemessen am CoinDesk 20 Index, stieg um etwa 1,5 %

Gleichzeitig setzte sich der Aufschwung der Goldpreise fort und erreichte über 4.650 US-Dollar pro Unze, was die anhaltende Nachfrage nach Inflations- und geopolitischen Absicherungen unterstreicht. US-Indexwerte, einschließlich S&P 500 und Nasdaq, lagen um etwa 0,2 % leicht unter dem Niveau des Vortags und verdeutlichen eine gewisse Divergenz zwischen traditionellen Risikoanlagen und Kryptowährungen.

Inflationsdaten verändern Zinserwartungen

„Dieser CPI-Wert beseitigt endlich den größten Teil der makroökonomischen Unsicherheit, die bis Ende 2025 bestanden hat“, sagte Matt Mena, Kryptowährungsstratege bei der digitalen Vermögensverwaltung 21Shares.

„Die Kerninflation lag unter den Erwartungen und stärkt die Narrative vom sanften Lande des Fed, was die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen in diesem Jahr erheblich erhöht, auch wenn politische Spannungen die geldpolitische Diskussion zusätzlich beeinflussen.“

Niedrigere Zinssätze verringern typischerweise die Attraktivität von Bargeld und festverzinslichen Anlagen und stützen die Nachfrage nach alternativen und risikobehafteten Anlagen wie Kryptowährungen. Marktbezogene Erwartungen für eine sofortige Zinssenkung bleiben gering, doch zunehmend wird ein Leichter im Laufe des Jahres eingepreist.

Bitcoin zielt auf 100.000 US-Dollar, während der Widerstand in den Fokus rückt

Trotz des starken Erholungsverlaufs weisen Analysten darauf hin, dass Bitcoin nun eine technisch wichtige Zone betritt.

Der Bereich zwischen 95.000 und 97.000 US-Dollar hat in den vergangenen zwei Monaten mehrfach die Aufwärtsbewegung begrenzt und ist damit ein entscheidender Punkt für die kurzfristige Richtung.

„Wenn die kommenden Daten zu Einzelhandelsumsätzen und Wohnungsmärkten die weiterhin starke Verbraucherkraft bestätigen, erwarten wir, dass Bitcoin diese Widerstandszone entscheidend überwindet“, sagte Mena. „Das würde die Bühne für eine Bewegung auf 100.000 US-Dollar vor Monatsende bereiten und die Tür für neue Allzeithochs in dieser Quartal öffnen.“

Weitere Treiber in Aussicht

Mehrere kurzfristige Ereignisse könnten die Volatilität auf den Kryptomärkten weiter erhöhen:

Fortschritte bei der Gesetzgebung zur Struktur des US-Digitalanlagemarktes, die institutionellen Marktteilnehmern regulatorische Klarheit bieten könnte

Ein bevorstehendes Urteil des Obersten Gerichtshofs zur bundesrechtlichen Befugnis zur Erhebung von Zöllen mit Auswirkungen auf den Dollar und die Inflationserwartungen

Anhaltende politische Spannungen rund um die Unabhängigkeit der Federal Reserve

Derzeit wird vor allem darauf geachtet, ob Bitcoin über 95.000 US-Dollar halten und nachfolgende Käufe anziehen kann, was der entscheidende Signal für Händler ist.

Zusammenfassend: Die abklingende Inflation und sich verändernde Zinserwartungen haben das Momentum auf den Kryptomärkten wiederbelebt. Ob Bitcoin diesen Aufschwung nun in einen anhaltenden Anstieg auf 100.000 US-Dollar verwandeln kann, hängt nun von den makroökonomischen Daten und seiner Fähigkeit ab, eine lang bestehende Widerstandszone zu durchbrechen.