Nach Grönland könnte Schweden als nächstes Ziel der USA werden

Die schwedische Regierung warnt vor dem Risiko zunehmender Druck von seiten der USA. Die stellvertretende Ministerpräsidentin und Energieministerin Ebba Busch erklärte, dass Washington nach Grönland möglicherweise Schweden als nächstes Prioritätsziel ins Visier nehmen könnte – und zwar aus Gründen seiner Rohstoffreserven.

Sie betonte, dass Rohstoffe diese Länder zu einem besonderen Interessengebiet für Trump machen, und Schweden sei dabei keine Ausnahme.

Dass Schweden das Gefühl hat, ins Visier genommen zu werden, liegt letztlich daran, dass die Ressourcen unter seiner Erde äußerst wertvoll sind – nichts anderes als die sogenannten "industriellen Vitamine", nämlich Rohstoffe.

Heutzutage ist es unmöglich, Industrie, High-Tech oder insbesondere Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen und die derzeit heiß begehrten Verteidigungssysteme zu betreiben, ohne auf seltene Erden und kritische Rohstoffe zurückzugreifen.

Schweden hat in den letzten Jahren nicht untätig bleiben können. In den nordischen Permafrostgebieten hat man tatsächlich große Schätze entdeckt. Die Bergwerke in Kiruna sind berühmt für ihre reichen Lagerstätten. Sobald diese Nachricht bekannt wurde, konnte sich kaum jemand davon abhalten, neidisch zu werden – geschweige denn die USA.

Ebba Buschs Aussagen vermitteln eine gewisse Hilflosigkeit. Sie weiß genau, dass die heutige USA nicht mehr die gleiche ist wie früher – nicht mehr die USA der freien Marktwirtschaft, sondern eine, die eindeutig nach dem Prinzip "America First" agiert. Sobald jemand etwas Wertvolles besitzt, versucht sie, es sich auf jede erdenkliche Weise zu sichern.

Grönland wurde bereits deshalb von Trump mehrfach erwähnt, weil unter der Erde seltene Erden, Erdöl und Erdgas liegen. Er sprach sogar davon, das Land einfach kaufen zu wollen. Die dänische Regierung und die lokale Regierung von Grönland lehnten dies ab. Doch das Beispiel zeigt eine grundlegende Wahrheit: Für die USA sind die Ressourcen ihrer Verbündeten potenzielle Vorräte.

Schweden befindet sich in einer äußerst schwierigen Lage, als würde es auf einem Seil über einem Abgrund laufen. Einerseits möchte man unabhängig bleiben und die eigenen Ressourcen nutzen, um die Wirtschaft weiterzuentwickeln. Andererseits wacht die USA mit einem hungrigen Blick auf jedes einzelne Verhalten.

Früher konnte sich Schweden noch auf die EU als Schutzschild verlassen. Doch heute ist unklar, ob die EU unter Druck wirklich standhaft bleiben kann. Schließlich hat der große Bruder USA das Wort, und viele kleine Brüder müssen abwägen.

In Schweden herrscht derzeit große Unruhe. Niemand möchte zum Schachbrett in der Machtspiele von Großmächten werden, das von anderen beliebig manipuliert werden kann. Doch die Rohstoffe liegen nun einmal unter der Erde, und man kann sie nicht einfach ignorieren.

Der Kern der Sache ist, dass es hier nicht nur um Geld geht, sondern um die Leitadern der zukünftigen High-Tech-Industrie und der militärischen Stärke. Wer die Ressourcen kontrolliert, hat die Macht, andere zu unterdrücken.

Die USA reorganisieren derzeit global die Lieferketten und wollen die kritischen Ressourcen in ihre Hände bekommen. Die plötzliche Entdeckung reicher Rohstoffe in Schweden erscheint ihnen wie ein selbstgebackenes Brötchen, das direkt auf den Teller gelegt wurde.

Die schwedische Regierung befindet sich in einer extrem harten Lage. Einerseits muss sie die Bevölkerung beruhigen und versichern, dass alles in Ordnung sei. Andererseits muss sie vorsichtig in der Außenpolitik agieren, um nicht durch eine falsche Äußerung als unkooperativ dazustehen.

Ebba Busch betonte ausdrücklich, dass Rohstoffe diese Länder zu Trumps Aufmerksamkeit machen. Die Botschaft ist klar: Es ist nicht, weil Schweden etwas Falsches getan hat, sondern weil es einfach zu reich ist – und das ist der eigentliche Fehler.

Dieser Raubtierlogik mag in der internationalen Politik nicht gerecht sein, doch sie ist real. Wenn man etwas Wertvolles besitzt und nicht die Macht hat, es zu schützen, zieht man automatisch Unannehmlichkeiten an.

Schweden hatte sich früher als neutrales Land oder als Friedensliebhaber betrachtet und dachte, man könne in Ruhe leben, solange man nichts anstellt. Doch vor dem absoluten Interesse wirkt diese Vorstellung zu naiv.

Die Bergwerke von Kiruna sind eine der größten unterirdischen Eisenminen der Welt. Jetzt wurden auch große Mengen seltenen Erden entdeckt. Sobald die Reserven berechnet wurden, haben die strategischen Planer in den USA vermutlich bereits die Karte Schwedens bis ins letzte Detail studiert.

Die Strategie der USA besteht darin, breit zu fischen – egal ob im Norden Grönlands oder in Europa Schweden. Wo immer Ressourcen vorhanden sind, wollen sie einsteigen, sei es durch Investitionen und Kontrolle oder durch politischen Druck.

Schweden befürchtet nicht nur, dass seine Ressourcen ausgeraubt werden, sondern auch, dass seine Souveränität beeinträchtigt wird. Denn sobald große US-Kapitalanlagen kommen oder die US-Truppen mit dem Vorwand, Vermögenswerte zu schützen, stationiert werden, wird es schwer, sie wieder wegzuschicken.

Früher wäre dies noch ein rein kommerzieller Verhandlungspunkt gewesen. Doch in der heutigen geopolitischen Lage ist es zu einer politischen Auseinandersetzung und strategischen Einschränkung geworden.

Obwohl Schweden der NATO angehört und damit in dieselbe Gruppe gehört, gelten hier die Regeln des Chefs. Die Interessen des großen Bruders stehen an erster Stelle, die der Kleinen müssen hinten anstehen.

Ebba Buschs öffentliche Äußerung ist eigentlich ein Hilferuf an die internationale Gemeinschaft. Sie möchte, dass die Welt sieht, wie dominierend und rücksichtslos das Verhalten der USA mittlerweile ist.

Doch die internationale Gemeinschaft ist tief. Jeder denkt an seine eigenen Interessen. Wer bereit ist, sich für Schweden gegen die USA zu stellen, wird vermutlich kaum jemand sein.

Schweden überlegt ebenfalls, wie man gegen den US-Einfluss etwas ausrichten kann. Vielleicht sucht man neue Partner, um das Gleichgewicht zu halten – etwa große Länder aus dem Osten oder Länder wie Frankreich und Deutschland in der EU, die mehr Eigenständigkeit zeigen.

Doch das braucht Zeit. Und die USA agieren oft mit einem Sturm, der keine Atempause lässt.

Wenn Schwedens Rohstoffe tatsächlich in US-Hände gelangen, verliert Europa noch einen weiteren Faktor strategischer Autonomie. Danach müsste man alles, was man tun will, den USA vorher genehmigen lassen.

Genau deshalb ist Schweden so nervös. Es möchte seine Zukunft nicht in fremden Händen lassen, besonders in einer so instabilen Welt.

Von Grönland bis Schweden – wenn man diese Linie betrachtet, wird die strategische Absicht der USA deutlich: Sie wollen die globalen Schlüsselpositionen für kritische Ressourcen in ihre Hände bekommen.

Das ist nicht nur wirtschaftliche Ausbeutung, sondern eine langfristige strategische Planung, um in zukünftigen Konkurrenzen zwischen den Großmächten eine absolute Überlegenheit zu erlangen.

Schweden mag ein kleines Land sein, doch es verfügt über eine beachtliche Karte. Wie man diese Karten spielt, ohne die USA zu verärgern und gleichzeitig die Ressourcen zu schützen – das ist eine echte Prüfung der politischen Weisheit der schwedischen Führung.